Der Verfassungsschutz hat vor einem Verlust von Wissen und Technologie durch die Zusammenarbeit deutscher Forschungseinrichtungen mit chinesischen Hochschulen gewarnt. China baue seit Jahren ein umfassendes System des Technologie- und Know-how-Transfers auf, erklärte das Bundesamt für Verfassungsschutz am Montag auf Anfrage des „Handelsblatts“.
Ziel sei es, die politische, wirtschaftliche, technologische und militärische Vormachtstellung des Landes auszubauen. Die Beschaffung von Technologie und Know-how könne dabei auch durch wissenschaftliche Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland erfolgen, teilte die Behörde mit. Der Inlandsnachrichtendienst sehe die Gefahr, dass chinesische Gastwissenschaftler für die strategischen Ambitionen Pekings instrumentalisiert würden.
Besonders im Blick stünden neue Technologien wie Quantentechnologie, Künstliche Intelligenz (KI) und Hyperschalltechnik sowie Bio- und Überwachungstechnologien. Viele dieser Forschungsfelder könnten sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden, hieß es weiter. Als mögliche Schwachstellen nannte der Verfassungsschutz rechtliche Grauzonen und ein mangelndes Risikobewusstsein in den Forschungseinrichtungen. Auch die verfassungsrechtlich garantierte Wissenschaftsfreiheit könne vom chinesischen Staat ausgenutzt werden.























