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Krise um Drohnenlieferung an Kiew: Bundesregierung bestellt russischen Botschafter ein
In Deutschland ansässige Rüstungsfirmen wollen Drohnen an Kiew liefern. Moskau veröffentlicht nun deren Adressen. Die Reaktion aus Berlin ist eindeutig.
Krise um Drohnenlieferung an Kiew: Bundesregierung bestellt russischen Botschafter ein
Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Das Auswärtige Amt hat angesichts Moskauer Warnungen gegen in Deutschland ansässige Rüstungsfirmen den russischen Botschafter Sergej Netschajew einbestellt. „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Solche Drohungen und alle Arten von Spionageaktivitäten in Deutschland sind vollkommen inakzeptabel“, schrieb das Außenministerium in Berlin auf X. Direkte „Drohungen“ Russlands gegen Ziele in Deutschland seien „ein Versuch, unsere Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und unsere Geschlossenheit zu testen“. 

Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert.

Das russische Verteidigungsministerium hatte vergangene Woche mit der Veröffentlichung der Adressen von in Deutschland ansässigen Rüstungsfirmen auf die Ankündigung neuer Drohnenlieferungen an die Ukraine reagiert. Die Kritik kam vor dem Hintergrund weiterer Hilfszusagen an Kiew beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin. Kanzler Friedrich Merz hatte zuvor in Berlin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine „strategische Partnerschaft“ vereinbart, die auch militärische Komponenten beinhaltet.

Seit mehr als vier Jahren befinden sich Russland und die Ukraine im Krieg.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen