TÜRKİYE
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Türkiye will Firmen und Investoren mit Steuersenkungen anziehen
Wird Türkiye das neue Dubai? Ankara setzt auf deutliche Steuersenkungen und Sonderregeln für Rückkehrer sowie Unternehmen.
Türkiye will Firmen und Investoren mit Steuersenkungen anziehen
Foto: Muhammed Enes Yıldırım/AA

Die türkische Regierung plant umfassende Steuersenkungen und will damit Unternehmen und Rückkehrer anziehen. Wer in den vergangenen drei Jahren nicht in Türkiye steuerlich ansässig war, müsse nach seinem Umzug 20 Jahre lang keine Steuern auf die im Ausland erzielten Einkünfte zahlen, kündigte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Freitag an.

Mit den Erleichterungen präsentiere sich Türkiye als stabiles Land in der vom Krieg betroffenen Region, sagte Erdoğan in einer Rede bei einem Kongress in Ankara mit dem Titel „Türkiye – ein starker Standort für Investitionen“. 

Erdoğan sagte der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge, das Land sei nicht mehr nur die Brücke zwischen Orient und Okzident, sondern „ein unverzichtbarer Knotenpunkt für die Energie- und Handelskorridore in der Region“.

Niedrigere Steuern für Ausländer und Exporteure

Die Regierung beabsichtigt außerdem, im Ausland befindliche Vermögenswerte türkischer Staatsbürger und Unternehmen wieder ins Land zurückzuholen. Dazu soll es möglich sein, im Ausland gelagertes Geld und Gold sowie Wertpapiere innerhalb einer bestimmten Frist zu einem niedrigen Steuersatz nach Türkiye zurückzuführen. Für produzierende türkische Exporteure stellte Erdoğan Senkungen der Körperschaftsteuer auf 9 Prozent von derzeit 25 Prozent in Aussicht. 

Bereits in der Vergangenheit habe seine Regierung zahlreiche Reformen beschlossen, um Investitionen zu fördern, jetzt sei ein „noch radikalerer Schritt“ geplant, sagte er. Besondere Regelungen soll es zudem für Firmen geben, die im Istanbuler Finanzzentrum angesiedelt sind – für sie werde keine Körperschaftsteuer mehr erhoben.

Neue Investitionen

Türkiye solle zu einem regionalen Anziehungspunkt für Start-ups und auch für Risikokapital werden. Dafür will die Regierung die Infrastruktur für Unternehmer stärken, beispielsweise mit dem Terminal-Istanbul-Projekt. Dabei handelt es sich um ein Gründer- und Technologiezentrum auf dem Gelände des ehemaligen Atatürk-Flughafens, das den öffentlichen Sektor, Hochschulen und die Privatwirtschaft zusammenbringen soll. 

Das gesamte Gesetzespaket soll in Kürze dem Parlament vorgelegt werden, sagte Erdoğan, ohne ein genaues Datum zu nennen.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen