Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die geopolitische Bedeutung der Beziehungen zwischen Türkiye und der Europäischen Union betont und eine rasche Modernisierung der Zollunion gefordert. Die Anpassung der Zollunion an die aktuellen Rahmenbedingungen sei ein zentraler Schritt auf dem Weg zur vollständigen EU-Mitgliedschaft von Türkiye, sagte Erdoğan am Montag in Istanbul bei einem Treffen mit Belgiens Königin Mathilde.
Nach Angaben der türkischen Kommunikationsdirektion wurden bei dem Treffen neben den bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern auch regionale und globale Themen erörtert. Erdoğan teilte demnach mit, dass eine türkische Beteiligung an den Verteidigungsinitiativen der EU im gemeinsamen Interesse liege. Darüber hinaus habe der türkische Präsident auf das große Kooperationspotenzial beider Staaten verwiesen – unter anderem in den Bereichen Handel, Rüstungsindustrie, Energie und Landwirtschaft.
Erdoğan habe angekündigt, die bilateralen Beziehungen weiter ausbauen zu wollen. Zugleich soll er beim Gespräch mit Königin Mathilde die wachsende internationale Rolle von Türkiye unterstrichen haben. Er betonte demnach, dass sowohl der NATO-Gipfel als auch die UN-Klimakonferenz COP31 in diesem Jahr in Türkiye ausgerichtet würden. Als wichtiges gemeinsames Feld mit Belgien nannte er zudem laut der türkischen Kommunikationsdirektion die Energiewende. Türkiye zähle zu den führenden Ländern Europas bei den installierten Kapazitäten erneuerbarer Energien, so Erdoğan.












