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KFOR-Mission im Kosovo: NATO reduziert Truppenstärke
Die NATO reduziert ihre Truppenpräsenz im Kosovo und verweist auf eine stabile Sicherheitslage. Gleichzeitig verlängert Deutschland seine Einsätze auf dem Balkan.
KFOR-Mission im Kosovo: NATO reduziert Truppenstärke
KFOR-Mission im Kosovo: NATO reduziert Truppenstärke / Foto: Reuters

Die NATO hat angekündigt, die Zahl der Soldatinnen und Soldaten für die KFOR-Mission im Kosovo zu reduzieren. Angesichts der „allgemein stabilen“ Sicherheitslage im Kosovo werde die NATO „ihre derzeitige Stärke im Laufe des nächsten Jahres schrittweise anpassen“, erklärte das NATO-Oberkommando der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape) am Freitag. Demnach stellte die NATO bereits im Januar die rotierende Entsendung von Reservekräften in das Kosovo ein.

Das NATO-Kontingent umfasst nach Angaben vom April rund 4600 Soldatinnen und Soldaten. Die Bundeswehr beteiligt sich derzeit mit rund 300 Soldatinnen und Soldaten an der Mission. Das Bundeswehrmandat wurde erst am Donnerstag verlängert. Die Personalobergrenze liegt bei 400 Soldatinnen und Soldaten.

Die NATO-Mission im Kosovo läuft seit 1999. Ziel ist es, ein sicheres Umfeld für den Aufbau einer zivilen Friedensordnung zu schaffen und zu erhalten sowie die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu garantieren. 2023 war das KFOR-Kontingent nach gewalttätigen Zwischenfällen mit paramilitärischen serbischen Separatisten um 1000 Soldatinnen und Soldaten verstärkt worden.

Das Kosovo hatte im Jahr 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, was Belgrad bis heute nicht anerkennt.

Die Reduzierung des KFOR-Truppenkontingents kommt zu einer Zeit, in der die USA darauf dringen, die Zahl ihrer Streitkräfte in Europa zu verringern. Europäische Diplomaten hatten vor der Ankündigung verlauten lassen, dass die USA signalisiert hätten, ihre Beteiligung an KFOR zu reduzieren.

Die NATO nannte keine Details dazu, welches Land Soldaten von der Mission abziehen würde. Die USA stellen rund 600 Soldatinnen und Soldaten. Insgesamt beteiligen sich 31 Länder an der KFOR-Truppe.

Bundeswehr-Einsatz in Bosnien und Herzegowina 

Der Bundestag beschloss am Donnerstag zudem die Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes in Bosnien und Herzegowina. Damit können sich weitere zwölf Monate lang bis zu 50 deutsche Soldatinnen und Soldaten an der EU-geführten Mission Eufor Althea beteiligen. Die Mission unterstützt die Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens von 1995, stärkt die bosnischen Streitkräfte und soll zur Stabilität in dem ethnisch gespaltenen Balkanland beitragen. 

Trotz des Endes des Bosnienkriegs vor mehr als 30 Jahren bestehen weiterhin Spannungen zwischen Serben, Kroaten und Bosniaken, besonders durch separatistische Bestrebungen bosnischer Serben.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen