Im Gazastreifen ist nach Angaben des katarischen Senders Al-Jazeera einer seiner Journalisten bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden. Ahmed Wischah sowie zwei weitere Menschen seien bei einem israelischen Angriff auf ein Haus im Zentrum des Gazastreifens getötet worden, gab der Sender am Samstag auf seiner Webseite an. Israels Armee bestätigte den Angriff auf Wischah, bei ihm habe es sich um einen „Hamas-Terroristen“ gehandelt, behauptete ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Der Angriff ereignete sich laut Al-Jazeera im Flüchtlingslager Bureidsch. Demnach wurden dabei zudem mehrere Menschen verletzt. Der Sender verurteilte „die Fortsetzung dieser Verbrechen“ gegen seine Journalisten.
Wischah war laut Al-Jazeera als Kameramann bei dem Sender beschäftigt. Im April war bereits der ebenfalls für Al-Jazeera tätige Bruder von Wischah bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden. Die israelische Armee hatte auch ihm vorgeworfen, ein angeblich „unter dem Deckmantel“ des Journalismus tätiges Hamas-Mitglied gewesen zu sein.
Laut palästinensischen Behörden in Gaza wurden bei weiteren israelischen Angriffen am Samstag mindestens elf Menschen getötet, darunter vier Mitglieder einer Familie. Bei einem nächtlichen israelischen Luftangriff auf ein Wohnhaus im Stadtteil Sabra in der Stadt Gaza seien zudem zwölf Menschen verletzt worden, berichtete der Zivilschutz.
Das Al-Schifa-Krankenhaus meldete zudem einen Toten nach einem weiteren israelischen Drohnenangriff nahe einer Kreuzung im Norden von Gaza-Stadt.
Laut einer Bilanz der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) von Ende 2025 wurden seit Beginn des Gaza-Kriegs mehr als 220 Journalisten von der israelischen Armee im Gazastreifen getötet, darunter mindestens 70 während der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit. Nach eigenen Angaben berücksichtigt RSF nur Fälle, in denen die Organisation davon überzeugt ist, dass die Betroffenen in direktem Zusammenhang mit ihrer journalistischen Tätigkeit Opfer von Gewalt oder Unterdrückung geworden sind.
Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der Widerstandsorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Am 10. Oktober trat eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft, die jedoch immer wieder gebrochen wird.
Laut Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza tötete Israel während der Waffenruhe mindestens 1.007 Menschen. Demnach wurden mindestens 3.165 weitere Menschen verletzt.
Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums tötete Israel seit Oktober 2023 mehr als 73.000 Menschen in Gaza – größtenteils Minderjährige und Frauen. Demnach wurden mehr als 173.000 Menschen verletzt.























