Der Iran wirft Bundesaußenminister Johann Wadephul vor, im Iran-Krieg einseitig Position zugunsten Israels zu beziehen. Außenamtssprecher Ismail Baghaei schrieb auf X, Wadephul stelle sich auf „die Seite des Angreifers“ und ignoriere, dass Israel den Iran angegriffen und iranische Zivilisten getötet habe. Wer „Ungerechtigkeiten und Gräueltaten“ übersehe, stehe auf „der falschen Seite der Geschichte“.
Wadephul hatte während seines Israel-Besuchs am Montag auf X geschrieben: „Das israelische Volk lebt unter ständiger Bedrohung. Wir stehen in diesen schwierigen Zeiten solidarisch an seiner Seite.“ In seinen Gesprächen mit Außenminister Gidon Saar habe er sich für Maßnahmen eingesetzt, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.
Nach Angaben des iranischen UN-Botschafters, Amir Saeid Iravani, töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.348 Menschen im Iran. Mehr als 17.000 weitere wurden demnach verletzt.
Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 38 Tote und Hunderte Verletzte.






















