Etwa 40 Boote sind am Mittwoch im spanischen Barcelona ausgelaufen, um Hilfsgüter in den weitgehend von Israel zerstörten Gazastreifen zu bringen und dabei die israelische Belagerung zu umgehen. Die Boote der „Global Sumud Flotilla“ legten den Organisatoren zufolge gegen Mittag in der katalanischen Metropole ab.
Eigentlich hätte die Flottille bereits am Sonntag in See stechen sollen – der Start wurde aber wegen schlechter Wetterbedingungen verschoben. Weitere 20 Boote, die sich im Lauf der Reise dem Konvoi anschließen sollten, hatten am 4. April im französischen Marseille abgelegt. Am 24. April sollen sich weitere Boote aus Syrakus auf Sizilien dem Verband anschließen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte es einen ähnlichen Versuch gegeben. Die Flotte aus rund 40 Booten war jedoch durch israelische Truppen auf internationalen Gewässern gestoppt worden. Soldaten enterten die Boote und verschleppten Hunderte Aktivisten aus unterschiedlichen Ländern nach Israel. Sie wurden später des Landes verwiesen.
Israel tötete mehr als 765 Palästinenser trotz Waffenruhe
Israel hatte nach dem Vergeltungsschlag der palästinensischen Organisation Hamas am 7. Oktober 2023 einen Vernichtungskrieg in Gaza gestartet. Am 10. Oktober trat eine Waffenruhe auf Grundlage des US-Friedensplans in Kraft, die jedoch immer wieder von Israel gebrochen wird.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden während der offiziellen Waffenruhe mindestens 733 Palästinenser getötet. Dem Ministerium zufolge tötete Israel seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 72.340 Menschen in Gaza und verletzte mindestens 172.242 weitere.













