Nach Worten von Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Türkiye den Istanbul-Prozess zum Ukraine-Krieg als sinnvoll bewertet und spricht sich für eine Weiterführung in einem umfassenden Rahmen aus. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch sagte Erdoğan, dieser Ansatz solle die derzeit besonders akuten Probleme des Konflikts aufgreifen und diplomatische Bemühungen bündeln.
Erdoğan hob hervor, die in Istanbul geführten Gespräche stellten einen wichtigen Meilenstein in einer Phase dar, in der die Auswirkungen des Krieges immer verheerender würden. Türkiye sei bereit, mit Russland über jeden Vorschlag zu sprechen, der eine Waffenruhe beschleunigen und den Weg für einen gerechten, dauerhaften Frieden ebnen könne. Er rief alle Akteure, die ein Ende des Blutvergießens anstrebten, dazu auf, sich konstruktiv zum Istanbul-Prozess zu positionieren.
Selenskyj erklärte, die Ukraine hoffe, den Austausch von Kriegsgefangenen mit Russland bis Jahresende wieder aufzunehmen. Sein Land setze zudem auf die diplomatischen Initiativen von Türkiye, um Fortschritte auf dem Weg zu einem Ende des Krieges zu erreichen. Mehrere diplomatische Prozesse hätten zuletzt an Dynamik gewonnen, sagte Selenskyj, und alle Aktivitäten sollten gezielt auf Frieden ausgerichtet werden.















