Vor dem WM-Qualifikationsspiel zwischen Italien und Israel haben in der norditalienischen Stadt Udine Tausende Menschen gegen die Teilnahme Israels an internationalen Wettbewerben protestiert. Bei der pro-palästinensischen Demonstration am Dienstagabend kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. An dem Protestzug nahmen Polizeischätzungen zufolge mehr als 5.000 Menschen teil, die Organisatoren sprachen von 10.000 Teilnehmenden.
Die Organisatoren, das Komitee für Palästina-Udine, forderten den Fußball-Weltverband FIFA auf, Israel von allen Wettbewerben auszuschließen. Die Mannschaft unterstütze die „Besatzungspolitik“ in den palästinensischen Gebieten. Die Demonstranten trugen eine 18 Meter lange palästinensische Flagge und ein großes rotes Transparent mit dem Motto der Demonstration: „Zeigt Israel die rote Karte“. „Es hat einen Waffenstillstand gegeben, aber keinen Frieden“, sagte die Demonstrantin Valentina Bianchi. „Wie ich auf mein Schild geschrieben habe, kann es ohne Gerechtigkeit keinen Frieden geben.“
Die örtlichen Behörden hatten im Vorfeld massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Straßen wurden gesperrt und Betonbarrieren um das Stadion errichtet. Für das Spiel wurden nach Angaben des italienischen Fußballverbands nur gut 9000 von 16.000 verfügbaren Karten verkauft. „Ich habe Hubschrauber über mir fliegen sehen“, sagte der Anwohner Paolo Lizzi. „Ich glaube, ein solches Aufgebot an Einsatzkräften für ein Fußballspiel sollte es niemals geben.“






















