WELT
1 Min. Lesezeit
Kreml weist Vergiftungsvorwurf nach Tod Nawalnys zurück
Am Rande der Sicherheitskonferenz gab Außenminister Wadephul bekannt, der Kremlgegner Nawalny sei vor zwei Jahren vergiftet worden. Russland weist das entschieden zurück.
Kreml weist Vergiftungsvorwurf nach Tod Nawalnys zurück
Kreml weist Vergiftungsvorwurf nach Tod Nawalnys zurück / Foto: Ulf Mauder/dpa / DPA
vor 2 Stunden

Der Kreml weist Vorwürfe unter anderem von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zu einer angeblichen Vergiftung des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny vor zwei Jahren im Straflager „entschieden“ zurück. „Wir akzeptieren solche Anschuldigungen natürlich nicht, wir sind mit ihnen nicht einverstanden, wir halten sie für voreingenommen und unbegründet“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Laut Wadephul soll Nawalny mit dem Gift eines Pfeilgiftfrosches getötet worden sein.

Der Todestag jährt sich am Montag zum zweiten Mal – viele Menschen, darunter Nawalnys Mutter, kommen schon seit dem Morgen trotz Schneesturms zum Borissowskoje-Friedhof in der russischen Hauptstadt.

Russland sprach von natürlicher Todesursache

Die russischen Behörden behaupten, dass Nawalny eines natürlichen Todes gestorben sei. Sie hatten seine Leiche trotz Bitten von Nawalnys Mutter tagelang nicht herausgegeben. Deshalb wurde befürchtet, dass etwaige Giftspuren womöglich nicht mehr nachgewiesen werden können. Unklar ist, wie die Gewebeproben Nawalnys in den Westen gelangt sind.

Nawalny war der prominenteste Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er starb am 16. Februar 2024 unter unklaren Umständen im sibirischen Straflager in Charp, wo er eine 19-jährige Haftstrafe verbüßte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen