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Putin: Deutsche Sanktionen gegen Russland nach Drohnen-Vorfall „weiterer Fehler“
Berlin macht Russland für den Drohnen-Vorfall in Leipzig verantwortlich und kündigt Konsequenzen an. Das Außenministerium in Moskau bezeichnet die Anschuldigungen als „unbegründet, absurd und dem gesunden Menschenverstand widersprechend“.
Putin: Deutsche Sanktionen gegen Russland nach Drohnen-Vorfall „weiterer Fehler“
Putin: Deutsche Sanktionen gegen Russland nach Drohnen-Vorfall „weiterer Fehler“ / Foto: Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die von Deutschland nach dem Drohnen-Vorfall von Leipzig angekündigten Sanktionen als Fehler bezeichnet. „Ich denke, dass das ein erneuter schwerer Fehler ist“, sagte Putin am Dienstag in einer von der russischen Nachrichtenagentur Tass übertragenen Pressekonferenz. „Meiner Meinung nach läuft dies eindeutig den Interessen des deutschen Volkes zuwider“, sagte der Kreml-Chef und ergänzte, die Reaktion der Bundesregierung hänge mit den „bevorstehenden Wahlkämpfen“ zusammen.

Die Bundesregierung hatte Russland am Dienstag für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig vom 4. August verantwortlich gemacht. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) behauptete, polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse würden eine russische Verantwortung belegen.

Als Reaktion soll das letzte noch offene russische Generalkonsulat in Deutschland in Bonn zum 18. September schließen. Zudem will die Bundesregierung den Vertrag über das Russische Haus in Berlin kündigen, Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige verschärfen und auf weitere EU-Sanktionen dringen.

Vor Putin hatten sich bereits das russische Außenministerium und die russische Botschaft in Berlin geäußert. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte Tass, Moskau werde „auf alle antirussischen Entscheidungen reagieren“. Die russische Botschaft in Berlin erklärte im Onlinedienst Telegram nach der Einbestellung des Botschafters, dieser habe die deutschen Anschuldigungen als „unbegründet, absurd und dem gesunden Menschenverstand widersprechend“ zurückgewiesen.

Am 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine.

QUELLE:AFP