Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Ankara zu mehr Zusammenhalt innerhalb des Bündnisses aufgerufen. Nach Angaben der türkischen Kommunikationsdirektion standen bei dem Gespräch am Mittwoch die Vorbereitungen für den geplanten NATO-Gipfel in der türkischen Hauptstadt im Mittelpunkt.
Zugleich ging es um zentrale Themen der NATO-Agenda sowie aktuelle internationale Entwicklungen. Die zunehmende Instabilität verdeutliche erneut die Bedeutung von Solidarität und gegenseitiger Unterstützung unter den Bündnispartnern, betonte Erdoğan.
Der türkische Präsident verwies zudem auf den Ausbau der Verteidigungsindustrie im eigenen Land und sprach sich für eine vertiefte Zusammenarbeit mit NATO-Partnern aus. Die transatlantische Bindung bleibe unverzichtbar. Europäische Mitgliedstaaten sollten mehr Verantwortung übernehmen, fügte er hinzu. Kritisch äußerte er sich zudem zu möglichen EU-Verteidigungsinitiativen ohne Einbindung nicht-EU-NATO-Mitglieder.
Vor dem Hintergrund aktueller Konflikte erklärte Erdoğan, Türkiye setze sich nach den völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffen auf den Iran für Diplomatie und Deeskalation ein. Auch im Russland-Ukraine-Krieg arbeite Ankara weiterhin an einer politischen Lösung und bemühe sich um die Wiederaufnahme direkter Verhandlungen auf Führungsebene.


















