Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat vor den wirtschaftlichen Folgen des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran gewarnt. Noch bevor der Krieg zwischen Russland und der Ukraine beendet sei, zahle die Region bereits einen „hohen wirtschaftlichen Preis“ für die Eskalation, sagte Erdoğan am Freitag bei einer Eröffnungsfeier in der westtürkischen Stadt Edirne.
Gleichzeitig verschärfte Erdoğan seine Kritik an Israel. Im Gazastreifen und im Libanon würden „zionistische Mörder weiterhin Blut vergießen“ und dabei „jedes Gesetz, jede Regel und jedes Prinzip mit Füßen treten“, betonte der türkische Präsident.
Bereits am Mittwoch hatte Erdoğan die israelischen Militäraktionen in Syrien und im Libanon als Bedrohung für die Sicherheit von Türkiye bezeichnet. „Die Sicherheit von Türkiye beginnt nicht erst in Hatay, sondern in Aleppo, in Damaskus und in Beirut“, untermauerte Erdoğan. Ankara werde keine „vollendeten Tatsachen“ in den Nachbarstaaten hinnehmen.
Zudem warf er der israelischen Regierung vor, die Instabilität in der Region weiter anzuheizen. Israel sei unter der aktuellen Führung zu einer „Fabrik für Leid“ geworden, die nichts als Chaos und Unsicherheit hervorbringe, fügte er hinzu. Die Verantwortlichen für die Tötung von Zivilisten und andere Verbrechen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.
Seit Beginn des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Ende Februar ist auch der schwelende Konflikt zwischen Israel und Hisbollah im Libanon wieder eskaliert.























