Mit dem von US-Präsident Donald Trump verkündeten Ende der Iran-Waffenruhe sind die Ölpreise am Mittwoch um mehr als fünf Prozent gestiegen. Gegen 10.30 Uhr legte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 5,26 Prozent auf 78,06 Dollar (68,44 Euro) zu. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte um 5,32 Prozent auf 74,19 Dollar.
Trump hatte die Feuerpause mit dem Iran zuvor beim Nato-Gipfel in Ankara für beendet erklärt. „Was mich betrifft, ist sie vorbei“, sagte Trump auf die Frage eines Journalisten. Die USA hatten in der Nacht zum Mittwoch nach eigenen Angaben mehr als 80 Orte im Iran attackiert. Die US-Armee begründete die neue Angriffswelle mit einem vorangegangenen Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus, für den Washington die Führung in Teheran verantwortlich macht.
Die Öl- und Gaspreise waren nach Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Ende Februar in die Höhe geschossen. Der Iran hatte die Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder durften die Straße passieren. Trump kündigte am 12. April seinerseits eine Blockade iranischer Häfen an.
Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von iranischer Seite kontrolliert. Normalerweise erfolgt dort rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports.
In einer Einigung mit den USA sagte der Iran Mitte Juni zu, Handelsschiffen für vorerst 60 Tage eine sichere und unentgeltliche Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen.























