TÜRKİYE
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Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkiye aus erneut in See
Nach der Kaperung durch Israels Marine wagt die internationale Gaza-Hilfsflotte einen neuen Versuch. Die Friedensaktivisten wollen die israelische Seeblockade Gazas durchbrechen und Hilfsgüter in den Küstenstreifen bringen.
Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkiye aus erneut in See
Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkiye aus erneut in See. / Foto: AA

Zwei Wochen nach der Kaperung durch Israels Marine hat sich die internationale Gaza-Hilfsflotte erneut auf den Weg gemacht. Sie sei vom türkischen Hafen Marmaris aus in See gestochen, teilte die „Global Sumud Flotilla“ am Donnerstag mit. Aktivisten aus 40 Ländern seien mit mehr als 50 Schiffen unterwegs.

Die pro-palästinensischen Friedensaktivisten wollten erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, zu durchbrechen und humanitäre Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen.

Die israelische Marine hatte am 30. April bei Kreta mehr als 20 Schiffe der „Global Sumud Flotilla“ in internationalen Gewässern gekapert und 175 Menschen entführt. Griechenland nahm die meisten von ihnen auf und organisierte ihre Rückreise in die Herkunftsländer.

Zwei Aktivisten – der Brasilianer Thiago Ávila und Saif Abu Keschek, ein spanischer Staatsbürger mit palästinensischen Wurzeln – wurden nach Israel verschleppt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Adalah kamen die beiden Männer nach mehr als einer Woche erst frei, nachdem die Vereinten Nationen sowie Spanien und Brasilien ihre sofortige Freilassung gefordert hatten. Der Protest gegen Israels brutalen Umgang mit den Palästinensern und der Hilfsaktion formierte sich unterdessen in der Türkiye neu.

Mehrere EU-Staaten, darunter auch Deutschland, äußerten Zweifel an der Vereinbarkeit der Kaperung in internationalen Gewässern mit dem Völkerrecht. Israel betonte, das Vorgehen gegen die Aktivisten stehe im Einklang mit dem Völkerrecht. Tel Aviv behauptet, einige Aktivisten unterhielten angeblich „Verbindungen“ zur im Gazastreifen ansässigen palästinensischen Widerstandsorganisation Hamas.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen