Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat vor Angriffen auf zivile Schiffe und einer weiteren Eskalation im Schwarzen Meer gewarnt. Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Samstag in Istanbul bekräftigte er die Bereitschaft von Türkiye, sich für Frieden in der Ukraine einzusetzen.
Bei den Gesprächen ging es Erdoğan zufolge um die jüngsten verstärkten Friedensbemühungen und die Sicherheitslage im Schwarzen Meer. „Ich möchte betonen, dass wir bereit sind, alles zu tun, um den Weg zum Frieden zu ebnen“, erklärte er.
„Es ist klar, dass Angriffe auf zivile Schiffe und Schritte, die die Spannungen im Schwarzen Meer verschärfen, niemandem nützen.“
Sichere Schifffahrt im Schwarzen Meer
Selenskyj erklärte, beide Seiten hätten vereinbart, am Getreidekorridor im Schwarzen Meer zu arbeiten. Türkiye unterstütze Maßnahmen, um eine sichere Schifffahrt und normale Lebensbedingungen in der Schwarzmeerregion zu gewährleisten.
Erdoğan zeigte sich zudem überzeugt, dass türkische Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Ukraine leisten würden. Viele von ihnen seien trotz des Krieges im Land geblieben.
Empfang im Dolmabahçe-Büro
Selenskyj war auf Einladung Erdoğans nach Türkiye gereist. Vor den Gesprächen wurde er mit einer offiziellen Zeremonie im Dolmabahçe-Büro des Präsidenten in Istanbul empfangen.
Zuletzt hatten sich die beiden Präsidenten im September am Rande der UN-Generalversammlung in New York getroffen. Dabei berieten sie über die Sicherheit im Schwarzen Meer, den Betrieb des ukrainischen Exportkorridors auf dem Seeweg und Möglichkeiten zum Ausbau des bilateralen Handels.























