POLITIK
1 Min. Lesezeit
Bericht: Parteiausschlussverfahren gegen CDU-Politiker nach AfD-Spende
Ein CDU-Kommunalpolitiker spendete 10.000 Euro an die rechtspopulistische AfD. Nun soll er aus der Partei geworfen werden.
Bericht: Parteiausschlussverfahren gegen CDU-Politiker nach AfD-Spende
24.11.2018, Bayern, Greding: Fähnchen mit dem Logo der AfD liegen auf einem Tisch. Foto: Daniel Karmann/dpa

Nach seiner Spende an die rechtspopulistische AfD inmitten das Landtagswahlkampfs in Sachsen-Anhalt ist einem Bericht zufolge ein Parteiausschlussverfahren gegen den CDU-Kommunalpolitiker Bernd Prange eingeleitet worden. „Trotz der öffentlichen Verkündigungen hat er seinen Austritt aus der CDU nicht erklärt“, sagte der Kreisvorsitzende der CDU Stendal, Chris Schulenburg, am Mittwoch dem „Focus“. 

„Der Kreisvorstand hat deshalb aufgrund der finanziellen Spende an die AfD sowie des Beitritts in die AfD-Kreistagsfraktion den Ausschluss aus der Partei beim Parteigericht beantragt“, fügte der Landtagsabgeordnete hinzu. 

Prange, Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe, hatte kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in einem offenen Brief erklärt, er wünsche sich ein so starkes Ergebnis der AfD, dass diese allein regieren könne. Dadurch solle die CDU „endlich aufwachen“, die Brandmauer zur AfD aufgeben und sich gegen ihren aus seiner Sicht eingeschlagenen „Linkskurs“ wenden. 

Seinen Aufruf verband Prange, der dem Kreistag des Landkreises Stendal angehört, mit einer Parteispende an die AfD in Höhe von 10.000 Euro. Die AfD gewann die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Anfang September zwar klar, verfügt aber über keine eigene Mehrheit.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen