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Israelischer Minister Ben-Gvir stürmt erneut Al-Aqsa-Gelände
Bereits mehrmals hat der rechtsextreme israelische Minister Ben-Gvir das Al-Aqsa-Moscheegelände in Jerusalem gestürmt und damit für Empörung gesorgt. Bei seinem Einmarsch bezeichnete er Juden als die „rechtmäßigen Eigentümer“ der Gebetsstätte.
Israelischer Minister Ben-Gvir stürmt erneut Al-Aqsa-Gelände
Israelischer Minister Ben-Gvir stürmt erneut Al-Aqsa-Gelände / Foto: Hilel Ben Or/JNA via ZUMA Press Wire/dpa

Der rechtsextreme israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir ist erneut in das Gelände der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem eingedrungen. Auf Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur AFP waren am Donnerstag Ben-Gvir und hunderte weitere Israelis auf dem Gelände zu sehen, darunter extremistische Siedler, die sich bereits in den frühen Morgenstunden dort eingefunden hatten.

Die provokante Aktion fiel auf den jüdischen Trauertag Tischa Beaw. An diesem traditionellen Fastentag gedenken Juden der Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels.

Ben-Gvir sorgte mit provozierenden Äußerungen erneut für Empörung. „Seht euch an, was hier geschieht: Juden beten und fühlen sich als die rechtmäßigen Eigentümer dieses Ortes“, sagte der Chef der rechtsextremen Regierungspartei Otzma Jehudit (Jüdische Kraft) in einem auf dem Moschee-Komplex aufgenommenen und im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Video.

Der Al-Aqsa-Komplex (Al-Haram al-Scharif) mit dem Felsendom und der Al-Aqsa-Moschee ist – nach der Kaaba in Mekka und der Prophetenmoschee in Medina – die drittheiligste Stätte im Islam. Juden sehen die Stelle zusammen mit der Klagemauer als eine heilige Stätte an, weil an dem Ort früher zwei Tempel standen.

Das Al-Aqsa-Gelände in der Jerusalemer Altstadt steht unter muslimischer Verwaltung, während Israel angeblich für die Sicherheit zuständig ist. Laut einer Vereinbarung mit den muslimischen Behörden dürfen Juden die Anlage besuchen, dort aber nicht beten. Dagegen gibt es jedoch immer wieder Verstöße. Extremistische Juden wollen das Gelände nach eigenen Angaben zurückerobern.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen