Beim Absturz eines italienischen Militärhubschraubers der EU-Friedenstruppe in Bosnien-Herzegowina sind vier Menschen ums Leben gekommen. Elf weitere Insassen des Helikopters wurden verletzt, wie die EU-Mission (Eufor) am Donnerstagabend mitteilte. Nach Angaben der italienischen Regierung in Rom kamen alle Insassen des Hubschraubers aus Italien. Bei den meisten von ihnen handelt es sich um Soldaten. Unter den Todesopfern sind auch zwei Angehörige des Roten Kreuzes.
Der Absturz ereignete sich nach Angaben der EU-Mission am Nachmittag in der Nähe des Dorfes Gorice im Gebiet Brcko an der Grenze zu Kroatien während eines Routineflugs. Der genaue Hergang war zunächst unklar. Bei dem Hubschrauber handelt es sich um einen CH-47 Chinook, einen großen Transporthubschrauber mit zwei Rotoren. Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus.
EU-Mission seit 2004 in Bosnien im Einsatz
Die EU-Mission überwacht seit 2004 die Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens, mit dem 1995 der Bosnien-Krieg beendet wurde. Aktuell sind mehr als tausend Soldaten im Einsatz, auch aus Deutschland. Italien leitet seit Beginn des Jahres die Mission. Die italienische Botschafterin in Bosnien-Herzegowina, Sarah Castellani, berichtete im Fernsehsender Tg4, dass sich das Unglück unmittelbar nach dem Start ereignet habe.























