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Stele erinnert an rassistischen Mord an Marwa El-Sherbini
17 Jahre nach dem Mord an Marwa El-Sherbini ist eine Gedenkstele eingeweiht worden. Damit setzt die Stadt Dresden ein Zeichen gegen antimuslimischen Rassismus.
Stele erinnert an rassistischen Mord an Marwa El-Sherbini
Dresden, 22.06.2026 / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

An das Rassismusopfer Marwa El-Sherbini erinnert eine neue Stele vor dem Landgericht Dresden. Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) erklärte anlässlich der Einweihung am Montag, die Stele solle „dauerhaft an die mutige Frau erinnern und für Toleranz und Vielfalt in unserer Stadt stehen“. Die Stele ist zugleich ein dauerhaftes Mahnmal der Stadt Dresden gegen antimuslimischen Rassismus.

Die Ägypterin Marwa El-Sherbini war 2009 im Landgericht Dresden durch einen Messerangriff getötet worden, nachdem sie als Zeugin gegen ihren späteren Mörder ausgesagt hatte. Die damals 31-jährige Ägypterin hatte den Mann zuvor wegen rassistischer Beleidigungen auf einem Spielplatz angezeigt.

Das Denkmal wurde den Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit der Glasgestalterin Marion Hempel und dem Metallkünstler Uwe Hempel gestaltet.

Gedenken am Todestag

In Dresden soll am Jahrestag des rassistisch-islamfeindlichen Mordes am 1. Juli den Angaben zufolge auch mit einer Gedenkveranstaltung an El-Sherbini erinnert werden. Die Gedenkveranstaltung findet in dem nach ihr benannten Park vor dem Landgericht statt.

Die Sportlerin und Pharmakologin hinterließ ihren Ehemann, der bei dem antimuslimischen Angriff schwer verletzt wurde, und einen damals dreijährigen Sohn. Der Täter wurde im November 2009 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, wobei die besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen