WELT
2 Min. Lesezeit
Zwei Verdächtige nach Moschee-Schändung in Memmingen ermittelt
Nach der Schändung einer Moschee in Memmingen mit Schweinekopf und Tierblut haben Ermittler nun zwei deutsche Tatverdächtige identifiziert. Gegen sie wird unter anderem wegen Volksverhetzung ermittelt.
Zwei Verdächtige nach Moschee-Schändung in Memmingen ermittelt
Symbolbild. Zwei Verdächtige nach Moschee-Schändung in Memmingen ermittelt / Foto: Paul Zinken/dpa

Nach der Schändung einer DITIB-Moschee im bayerischen Memmingen Anfang Mai hat die Polizei zwei Tatverdächtige identifiziert. Bei den Beschuldigten habe es Durchsuchungen gegeben, berichtete ein Sprecher der Münchner Generalstaatsanwaltschaft. „Dabei konnte umfangreiches Beweismaterial, unter anderem Kleidungsstücke und elektronische Datenträger, sichergestellt werden, welches nunmehr auf mögliche entlastende oder belastende Beweismittel ausgewertet wird“, sagte Oberstaatsanwalt Sebastian Murer am Donnerstag. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um deutsche Staatsbürger. Gegen sie wird unter anderem wegen Volksverhetzung und Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft, Störung der Religionsausübung und Sachbeschädigung ermittelt. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte den Fall als Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus übernommen. 

Am frühen Morgen des 1. Mai hatten Unbekannte eine Moschee der deutsch-türkischen  DITIB-Gemeinde in Memmingen verschandelt. Mutmaßlich mit Schweineblut hatten sie eine Mauer vor der Moschee, Teile der Fassade und des Geländes beschmiert. Zudem hatten sie einen Schweinekopf auf das Symbol des Halbmondes gespießt. Schweine gelten im Islam als unrein und sind daher eine Provokation für Muslime. 

Anfang Juni veröffentlichte die Organisation CLAIM besorgniserregende Zahlen zum antimuslimischen Rassismus in Deutschland. Für Berlin wurden demnach im Jahr 2025 insgesamt 975 Vorfälle erfasst. CLAIM hatte bereits für 2024 mit bundesweit 3.080 Übergriffen auf Muslime einen neuen Höchstwert gemeldet.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen