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Israeli will palästinensische Gefangene hinrichten –Deutschland bürgert ihn ein
Der Israeli Rom Braslavski hatte in seinem Podcast den Wunsch geäußert, palästinensische Gefangene zu töten. Damit sorgte er für Empörung. Nun ist er in Deutschland eingebürgert worden.
Israeli will palästinensische Gefangene hinrichten –Deutschland bürgert ihn ein
Israeli will palästinensische Gefangene hinrichten –Deutschland bürgert ihn ein / Foto: TRT Deutsch

Deutschland hat einen Israeli eingebürgert, der öffentlich menschenverachtende Aussagen gegen Palästinenser getätigt hatte. Es geht dabei um den Ex-Wachmann Rom Braslavski, der am 7. Oktober 2023 von der Widerstandsorganisation Hamas gefangen genommen worden war. Der 22-Jährige veröffentlichte am Dienstag auf Instagram ein Foto seiner Einbürgerungsurkunde.

Die Einbürgerung sorgt in den sozialen Medien nun für Kritik. Denn Braslavski hatte im August in seinem Podcast den rechtsextremen israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir gebeten, palästinensische Gefangene selbst hinrichten zu dürfen. „Lasst mich derjenige sein, der sie hängt“, sagte Braslavski. Er wolle keinen Strick, sondern einen Knopf an einer Waffe. „Mit meinen eigenen Händen werde ich jeden Terroristen im Staat Israel hinrichten.“ Ben-Gvir sagte ihm zu, sich darum bemühen zu wollen.

Deutschland habe ihm die Staatsangehörigkeit nach seiner fast zwei Jahre langen Gefangenschaft offiziell verliehen, schrieb Braslavski in seinem Instagram-Beitrag auf Hebräisch. Braslavski war im Oktober 2025 im Rahmen einer Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel aus der Gefangenschaft entlassen worden. Der Israeli verwies in dem Instagram-Beitrag auf deutsche Wurzeln väterlicherseits.

Deutschland hatte nach dem 7. Oktober 2023 die Einbürgerungsverfahren für mehrere Gefangene mit nachgewiesener deutscher Abstammung beschleunigt. Eine öffentliche Stellungnahme deutscher Behörden zu Braslavskis Fall liegt bislang nicht vor.

Israels Parlament hatte im April ein umstrittenes Gesetz zur Todesstrafe verabschiedet, das sich de facto vor allem gegen Palästinenser in besetzten Gebieten richtet. Es betrifft etwa Personen, deren Taten von Gerichten als terroristisch oder existenzbedrohend für Israel eingestuft werden.  Die Todesstrafe soll durch Erhängen durchgeführt werden. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch (HRW) und B´Tselem bewerten das Gesetz als rassistisch.

QUELLE:TRT Deutsch