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Türkiye evakuiert Aktivisten von Gaza-Hilfsschiff
Ein Schiff der Gaza-Hilfsflotte „Global Sumud Flotilla“ gerät im Mittelmeer in Seenot. Ankara reagiert schnell und koordiniert eine sichere Evakuierung der Friedensaktivisten.
Türkiye evakuiert Aktivisten von Gaza-Hilfsschiff
Foto: Niccolo Celesti/AA (Archiv) / AA

Türkiye hat Friedensaktivisten an Bord eines Schiffes der Gaza-Hilfsflotte „Global Sumud Flotilla“ evakuiert. Das Schiff „Johnny M” geriet nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu im Mittelmeer aufgrund eines technischen Defekts in Seenot. Es setzte am Montagmorgen einen Notruf ab, woraufhin Türkiye die sichere Evakuierung der Aktivisten koordinierte. Das Schiff befand sich in der Region zwischen der griechischen Insel Kreta, der Insel Zypern und Ägypten.

Die Aktivisten an Bord stammen laut Anadolu aus Luxemburg, Frankreich, Finnland, Mexiko und Malaysia. Der Türkische Rote Halbmond und weitere Behörden organisierten demnach die sichere Evakuierung. „Wir haben 12 Personen von dort übernommen und auf andere Schiffe verteilt. Vier Personen werden in ihre Heimat zurückkehren“, erklärte Semih Fener, der Kapitän des Schiffes „Alma“, gegenüber Anadolu. Die Aktivisten seien Türkiye „für den Evakuierungsprozess dankbar“, sagte er. Auch die „Global Sumud Flotilla“ bedankte sich einer offiziellen Erklärung für die schnelle und reibungslose Koordination. 

Die „Global Sumud Flotilla“ mit Dutzenden Booten will die völkerrechtswidrige Seeblockade Israels gegen Gaza durchbrechen und Hilfsgüter für die notleidenden Menschen bringen. Die Gaza-Hilfsflotte ist bereits das dritte Vorhaben dieser Art in diesem Jahr. Zuvor waren die „Handala“ und die „Madleen“ der Freedom Flotilla Coalition gescheitert, da Israel diese in internationalen Gewässern geentert hatte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen