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Juli-Rekord bei Meerestemperaturen
Die Durchschnittstemperatur an der Meeresoberfläche betrug im vergangenen Juli 20,96 Grad – ein Rekordwert für diesen Monat. Westeuropa erlebte laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus den heißesten Juni und Juli seit Beginn der Aufzeichnungen.
Juli-Rekord bei Meerestemperaturen
Foto: Emilio Morenatti/AP (Archiv)

Der Klimawandel und das Wetterphänomen El Niño heizen die Weltmeere weiter auf. Wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus am Montag in Bonn mitteilte, wurden im Juli dieses Jahres die höchsten jemals für diesen Monat gemessenen durchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen verzeichnet.

Der Durchschnittswert betrug demnach 20,96 Grad Celsius. Er übertraf damit den bisherigen Juli-Rekord von 20,80 Grad aus dem Jahr 2023. Erfasst wurden die Oberflächentemperaturen der Ozeane außerhalb der Polarregion.

Die Entwicklung sei „zum Teil auf die sich entwickelnden El-Niño-Bedingungen im äquatorialen Pazifik zurückzuführen“, hieß es. Diese würden sich in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter verstärken. In Europa gingen die Rekordwerte der Meeresoberflächentemperatur demnach mit weitverbreiteten marinen Hitzewellen einher.

Zweitwärmster Juli weltweit

Weltweit war dieser Juli der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: Die durchschnittliche bodennahe Lufttemperatur lag laut Copernicus um 1,47 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Referenzwert (1850 - 1900). Das Pariser Klimaabkommen setzt das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Den Angaben zufolge erlebte Westeuropa den heißesten Juni und Juli seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Durchschnittstemperatur für diese beiden Monate in Westeuropa lag bei 21,62 Grad Celsius und damit um 2,79 Grad über dem Durchschnitt. Im Juli kam es demnach zur dritten und vierten Hitzewelle seit Mai, was eine außergewöhnliche Serie extremer Hitze in diesem Sommer bedeutete. Zusammen mit den trockenen Bedingungen habe dies die heftigen Waldbrände in Südeuropa begünstigt und zugleich die Waldbrandsaison nach Norden ausgedehnt.

QUELLE:EPD