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Israelische Armee entert Schiffe von neuer Gaza-Hilfsflotte
Erneut hat die israelische Marine eine humanitäre Hilfsflotte auf dem Weg nach Gaza geentert. Es war bereits das vierte Vorhaben dieser Art im laufenden Jahr.
Israelische Armee entert Schiffe von neuer Gaza-Hilfsflotte
Foto: Freedom Flotilla Coalition/Handout via REUTERS / Reuters

Die israelische Armee hat Schiffe einer neuen Hilfsflotte für den Gazastreifen völkerrechtswidrig geentert. Das israelische Außenministerium teilte Mittwoch im Onlinedienst X mit, die Armee habe den Versuch der Aktivisten unterbunden, „in ein Kampfgebiet einzudringen“. Die Schiffe und ihre Passagiere würden in einen israelischen Hafen gebracht und sollten schnell ausgewiesen werden.

Die Organisatoren, die „Freedom Flotilla Coalition“ (FFC), erklärte, drei Schiffe seien rund 220 Kilometer vor der Küste des Gazastreifens „illegal abgefangenen“ worden. Ein weiteres Schiff mit mehr als 90 Journalisten, Ärzten und Aktivisten an Bord sei ebenfalls „angegriffen“ worden. Die Schiffe der FFC wollten Hilfsgüter für die notleidenden Menschen in Gaza bringen. 

Die israelische Marine hatte bereits seit vergangener Woche Mittwoch dutzende Boote der „Global Sumud Flotilla“ geentert. Die Boote mit etwa 500 Menschen an Bord wurden von israelischen Streitkräften verschleppt und außer Landes verwiesen. 

Zahlreiche Friedensaktivisten berichteten über Misshandlungen in israelischer Haft. Der Vorfall löste internationale Empörung aus und führte zu weltweiten Protesten.

Die FFC-Gaza-Hilfsflotte ist bereits das vierte Vorhaben dieser Art in diesem Jahr. Neben der „Global Sumud Flotilla“ mit 42 Schiffen waren die „Handala“ und die „Madleen“ gescheitert, Hilfsgüter auf dem Seeweg in den Gazastreifen zu bringen.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen