Der Bayerische Rundfunk (BR) hat nach Beschwerden von Eltern und Verbänden seine umstrittene „Islamismus“-Dokumentation nachträglich überarbeitet. Mehrere Medien berichteten am Mittwoch unter Berufung auf den Evangelischen Pressedienst (epd), dass die „Klar“-Folge „Wo Islamisten Deutschland unterwandern“ nach drei Programmbeschwerden angepasst wurde. Demnach sind Szenen entfernt, verpixelt und neu bearbeitet worden.
Der Schritt folgt auf heftige Kritik an dem am 29. April veröffentlichten Beitrag – unter anderem von Eltern der Elbe-Grundschule in Berlin-Neukölln, deren Kinder darin zu sehen sind. Laut den Berichten sind nun entsprechende Szenen im Film entfernt oder unkenntlich gemacht worden. „Konkret haben wir die Sequenz entfernt, in der Schülerinnen über das Thema Fasten sprechen. Zudem wurde die Szene mit Schülern, die für Zusammenhalt und Toleranz singen, gepixelt“, teilte ein BR-Sprecher dem epd mit.

Der Islamrat hatte Anfang Mai gegen die umstrittene Ausgabe des Reportage-Formats „Klar“ mit Moderatorin Julia Ruhs Programmbeschwerde beim BR eingelegt. Der Beitrag sei „einseitig, alarmistisch und gesellschaftlich gefährlich“, kritisierte der Verband.
Der vom Islamrat als undifferenziert kritisierte Beitrag war Ende April im BR- und NDR-Fernsehen ausgestrahlt sowie in der ARD-Mediathek und auf YouTube veröffentlicht worden. Inzwischen ist die überarbeitete Version abrufbar.
Ruhs moderiert seit Ende April wieder Folgen von „Klar“ für den BR. Nach heftiger Kritik an einer früheren Ausgabe zum Thema Migration hatte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) 2025 entschieden, Ruhs nicht weiter für seine Folgen des Formats einzusetzen. Der BR hielt dagegen an ihr fest. Für den NDR moderiert inzwischen die frühere „Bild“-Chefredakteurin Tanit Koch das Format.























