Der palästinensische Fußballchef Jibril Rajoub kann einem Medienbericht zufolge mangels Genehmigung noch nicht in die USA für die Fußball-Weltmeisterschaft einreisen. Der Präsident des nationalen Verbands wartet nach Angaben der US-Nachrichtenagentur Associated Press in Mexiko-Stadt auf die Erlaubnis. Er hatte sich dort am Donnerstag das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika (2:0) angeschaut.
"Ich glaube nicht, dass es fair ist, das Recht aller Fußballfunktionäre auf der ganzen Welt, daran teilzunehmen, zu benutzen, zu missbrauchen oder zu verweigern", sagte Rajoub. Die palästinensische Mannschaft hat sich zwar nicht für die WM qualifiziert, der Weltverband FIFA lädt allerdings üblicherweise alle vier Jahre die Vorsitzenden der nationalen Verbände aus aller Welt zu dem Turnier ein.
Die USA haben im vergangenen Jahr neue Einschränkungen für Inhaber palästinensischer Pässe eingeführt, darunter auch für alle, die bei der Palästinensischen Autonomiebehörde beschäftigt waren. Dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas wurde im vergangenen September die Einreise für die Generalversammlung der Vereinten Nationen verweigert.
Schon Wirbel um somalischen Schiedsrichter
Großen Wirbel hatte es vor dem Beginn der WM um den somalischen Schiedsrichter Omar Artan gegeben, dem die Einreise in die USA ebenfalls verweigert worden war. Er hätte als erster Referee aus Somalia Spiele bei einer WM pfeifen sollen, nachdem er es auf die finale Liste der FIFA geschafft hatte. Für die verweigerte Einreise sollen Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation der Grund gewesen sein.
"Wir versuchen immer, Lösungen zu finden", hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino gesagt. "Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und die Polizei bestimmen. Wir sind eine Sportorganisation."























