Moskau und Kiew haben erneut Hunderte Gefangene ausgetauscht. 200 Soldaten kehrten dem russischen Außenministerium zufolge aus der Ukraine zurück in ihre Heimat. Vermittelt hatten den Austausch demnach die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass 200 ukrainische Soldaten zurückgekehrt seien. Er dankte den USA für die Vermittlung.
Am Freitag sollen nach russischen Angaben jeweils 300 weitere Kriegsgefangene freigelassen und übergeben werden. Auf den Austausch der insgesamt 1.000 Kriegsgefangenen habe man sich in Genf geeinigt, schrieb Wladimir Medinski, der russische Chefunterhändler bei den jüngsten direkten Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew unter Vermittlung von Washington, bei Telegram.
Zuletzt hatten die beiden Kriegsparteien vor gut einem Monat in größerem Umfang Gefangene ausgetauscht.
Seit vier Jahren befinden sich Russland und die Ukraine im Krieg. Für eine Beendigung der Kämpfe stellt Moskau Forderungen, die Kiew kategorisch ablehnt. Zu den russischen Bedingungen gehören etwa der Verzicht Kiews auf einen Nato-Beitritt und die Anerkennung der von Moskau annektierten Gebiete. Moskau beharrt auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region im Osten des Landes abtreten soll.
Mitte Februar fand in Genf eine Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine, Russland und den USA statt, bei der kein diplomatischer Durchbruch zur Beendigung des Konflikts erzielt werden konnte.




















