Zahlreiche Menschen haben am Montag an den Tod von Ramazan Avcı erinnert, eines türkischen Migranten, der 1985 bei einem Neonazi-Angriff in Hamburg getötet wurde. Die Gedenkfeier fand auf dem nach ihm benannten Ramazan-Avcı-Platz statt.
An der Zeremonie nahmen neben Familienangehörigen auch lokale Amtsträger, Abgeordnete, Vertreter der Zivilgesellschaft sowie Angehörige anderer Opfer rassistischer Gewalt teil. Auch der türkische Generalkonsul in Hamburg, Berati Alver, war unter den Teilnehmern.
Ramazan Avcı wurde am 21. Dezember 1985 von einer Gruppe von rund 30 Neonazis angegriffen. Er erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Seine Ermordung gilt als einer der ersten tödlichen rassistischen Angriffe auf Migranten im Nachkriegsdeutschland.
Avcıs Witwe, Gülistan Avcı, erinnerte in ihrer Rede an ihren Mann als Opfer „rassistischen Hasses“ und appellierte an die Gesellschaft, nicht wegzuschauen. „Seht Rassismus, hört ihn und schweigt nicht“, mahnte sie.
Bei der Gedenkfeier verbanden die Teilnehmer das Erinnern an Avcı mit einem eindringlichen Appell, Rassismus und rechtsextremer Gewalt entschlossen entgegenzutreten.























