Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat den zunehmenden Verfall der regelbasierten Weltordnung scharf kritisiert und von einer weltweit zunehmenden Instabilität gesprochen. Bei einer Veranstaltung in Ankara erklärte Erdoğan am Dienstag, die Welt sei in ein Chaos abgerutscht, in dem nicht mehr Regeln, sondern „das Recht des Stärkeren herrschen“.
Der Beginn dieser unsicheren Phase liege in den Angriffen auf den Iran, sagte Erdoğan und warnte, dass grundlegende Prinzipien der internationalen Ordnung zunehmend ausgehöhlt würden. Grundsätze wie souveräne Gleichheit, Multipolarität und die diplomatische Beilegung von Konflikten seien von jenen, die sie einst verteidigt hätten, zu bloßen Schlagworten degradiert worden. Dieselben Akteure zögerten nicht, diese Prinzipien zu missachten, wenn es ihren Interessen diene, fügte Erdoğan hinzu.
Die internationale Gemeinschaft durchlebe derzeit eine Phase, in der Feindseligkeit normalisiert und Konflikte ausgeweitet würden. In dieser Situation sei die Haltung von Türkiye eindeutig, so Erdoğan weiter. Wenn es um Fragen gehe, die die gesamte Menschheit und die Region beträfen, könne Ankara nicht neutral bleiben.
Türkiye stehe für Frieden, Stabilität, Zusammenarbeit und Solidarität sowie für universelle Werte, Gerechtigkeit und Entwicklung. Konflikte müssten durch Dialog und Diplomatie gelöst werden, nicht durch Gewalt. Ankara setze auf Verhandlungen statt Konfrontation und auf Frieden statt Krieg.
Zugleich erklärte der Präsident, dass Türkiye keine „Banditen“ oder „Völkermörder“ unterstützen werde und sich stets dafür einsetzen werde, dass Menschen weltweit frei und in Sicherheit leben können.



















