TÜRKİYE
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Türkiye steigt zum siebtgrößten Stahlproduzenten der Welt auf
Türkiye ist mit 38,1 Millionen Tonnen zum siebtgrößten Rohstahlproduzenten der Welt aufgestiegen. Damit überholte das Land Deutschland und ist nun Europas größter Stahlproduzent. Der Branchenverband sieht weiteres Wachstumspotenzial.
Türkiye steigt zum siebtgrößten Stahlproduzenten der Welt auf
Blick auf das Gelände der Salzgitter AG (Luftaufnahme mit Drohne). / Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Türkiye ist im vergangenen Jahr zum siebtgrößten Rohstahlproduzenten der Welt aufgestiegen. Das geht aus dem aktuellen Bericht der World Steel Association hervor. Die Rohstahlproduktion stieg demnach von 36,9 Millionen Tonnen im Jahr 2024 auf 38,1 Millionen Tonnen im Jahr 2025. Damit überholte Türkiye Deutschland und wurde zum größten Rohstahlproduzenten Europas.

Der Aufstieg von Türkiye spiegele den wachsenden Anteil der Schwellenländer an der weltweiten Stahlproduktion wider, erklärte ein Sprecher der World Steel Association am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Während die Produktion in aufstrebenden Volkswirtschaften zunehme, stagniere sie in vielen etablierten Industrieländern.

Der Generalsekretär des türkischen Stahlproduzentenverbands TCUD, Veysel Yayan, führte den Produktionsanstieg unter anderem auf die Erholung der Exportmärkte, eine bessere Auslastung der Kapazitäten, wettbewerbsfördernde Investitionen und die Inlandsnachfrage zurück.

Türkiye baut Position als Europas größter Stahlproduzent aus

Sollte Türkiye seine Stahlimporte in den kommenden Jahren unter 19,5 Millionen Tonnen halten, könne das Land mittelfristig einen weiteren Rang aufsteigen und möglicherweise Russland oder Südkorea überholen, erklärte Yayan.

China blieb mit 960,8 Millionen Tonnen der weltweit größte Rohstahlproduzent. Im Vorjahr hatte die Produktion noch bei rund 1,01 Milliarden Tonnen gelegen. Indien behauptete mit 164,9 Millionen Tonnen den zweiten Platz und steigerte seine Produktion gegenüber 2024 um 15,5 Millionen Tonnen.

Die USA rückten mit 80,7 Millionen Tonnen auf Rang drei vor und überholten Japan. Dahinter folgten Russland mit 67,9 Millionen Tonnen und Südkorea mit 62,2 Millionen Tonnen. Deutschland belegte mit 34,1 Millionen Tonnen den achten Platz.

Die weltweite Rohstahlproduktion sank 2025 auf rund 1,85 Milliarden Tonnen. Ausschlaggebend war vor allem der Rückgang in China. Auch Japan, Russland, Südkorea, Deutschland, Mexiko, Kanada, Frankreich und Großbritannien verzeichneten Produktionsverluste.

Zuwächse gab es dagegen unter anderem in Türkiye, Indien, Saudi-Arabien, Algerien, Australien, Portugal und Katar.

QUELLE:TRT Deutsch