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UN-Zahlen für 2025: 350 Helfer in Krisengebieten getötet
Humanitäre Helfer geraten in Krisengebieten zunehmend selbst ins Visier. Die UN warnt vor einer wachsenden Gefahr durch bewaffnete Drohnen und fordert besseren Schutz.
UN-Zahlen für 2025: 350 Helfer in Krisengebieten getötet
UN-Zahlen für 2025: 350 Helfer in Krisengebieten getötet / Foto: Eva Krafczyk/dpa

In Krisengebieten wie dem Gazastreifen und dem Sudan sind Zahlen der Vereinten Nationen zufolge im vergangenen Jahr 350 humanitäre Helfer getötet worden. Der Gazastreifen sei mit 186 Toten im dritten Jahr in Folge der weltweit gefährlichste Einsatzort gewesen, erklärte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) am Mittwoch. Im Sudan wurden demnach 71 Hilfskräfte getötet.

„In nur drei Jahren wurden mehr als tausend Hilfskräfte getötet und das ist völlig untragbar“, urteilte der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher. „Staaten müssen sich an das Völkerrecht halten und alles tun, um Zivilisten und unsere Kollegen zu schützen.“ Bei Verstößen müsse es „echte Konsequenzen“ geben, forderte Fletcher.

Die Zahl für 2025 liegt etwas niedriger als noch im Vorjahr mit 377 getöteten Hilfskräften. Im laufenden Jahr wurden den Zahlen zufolge weltweit bereits 82 Hilfskräfte getötet, 97 weitere wurden demnach verletzt und 39 verschleppt.

Fletcher warnte insbesondere vor bewaffneten Drohnen, die im Sudan in den ersten vier Monaten dieses Jahres für rund 80 Prozent der Tötungen von Zivilisten verantwortlich waren. Auch im Russland-Ukraine-Krieg treffen Drohnen regelmäßig zivile Ziele. „Bewaffnete Drohnen sind zum neuen Gesicht einer alten Gefahr geworden: die mutwillige und rücksichtslose Zerstörung zivilen Lebens“, erklärte Fletcher.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen