Demonstranten haben am Montagmorgen unter anderem Zugänge eines Gebäudes der Universität Hamburg blockiert. Es seien etwa Bauzäune und Müllcontainer vor Eingänge der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo-Fakultät) gestellt worden, beobachtete ein dpa-Reporter.
Die Polizei bestätigte eine Versammlungslage. Insgesamt gibt es den Polizeiangaben zufolge drei Demonstrationen, in denen unter anderem Forderungen im Bildungskontext gestellt werden. Die Teilnehmerzahl wurde jeweils im unteren zweistelligen Bereich angegeben.
Solidarität mit Streikenden überall in Europa
Auf englischsprachigen Bannern riefen die zum Teil vermummten Demonstranten vor der WiSo-Fakultät zu Boykott und Widerstand auf. Man blockiere die Fakultät unter anderem, weil mittlerweile jeder dritte Euro in die Kriegsindustrie fließe anstatt in die Bildung, sagte eine vermummte Aktivistin der dpa. Man solidarisiere sich mit den Streikenden überall in Europa. Demonstrierende skandierten Parolen, die sich unter anderem auch gegen die Polizei richteten.
Neben dieser Versammlung gab es eine weitere an der WiSo-Fakultät, bei der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Angaben der Polizei ihre Solidarität mit der ersten Demo bekunden wollten. Zudem wurde am Allendeplatz demonstriert. Einer der Teilnehmer an der WiSo-Fakultät sagte der dpa, sie seien Studierende der Universität und solidarisch mit „Gen Z regelt“, aber nicht über diese Initiative organisiert.
Universität Hamburg nimmt Aktion zur Kenntnis
Die Universität Hamburg (UHH) teilte mit, sie nehme die Protestaktion und die damit verbundenen Forderungen der Protestierenden zur Kenntnis. „Sie respektiert das Recht der Protestierenden, ihre Anliegen und politischen Positionen öffentlich und gewaltfrei zum Ausdruck zu bringen.“
Die UHH stehe als weltoffene Hochschule für ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander, hieß es weiter. „Jede Form von Diskriminierung, Gewalt, menschenverachtenden Äußerungen und Sachbeschädigung hat an der Universität keinen Platz und wird von der UHH aufs Schärfste verurteilt.“
Die Initiative „Gen Z regelt“ hatte am Samstag bundesweit protestiert. Sie beklagt Missstände in der Bildung, soziale Ungerechtigkeiten, steigende Lebenshaltungskosten und spricht sich gegen Militarisierung aus. Überschattet wurden die Demonstrationen, die vielerorts zunächst weitgehend friedlich verliefen, besonders von Ausschreitungen in Frankfurt am Main.























