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Friedensaktivisten kündigen neue Hilfsflotte in Richtung Gaza an
Friedensaktivisten starten einen weiteren Versuch, den israelischen Belagerungsring um Gaza zu durchbrechen. Mehr als 100 Schiffe und Boote sowie Tausende Menschen aus aller Welt wollen sich anschließen.
Friedensaktivisten kündigen neue Hilfsflotte in Richtung Gaza an
Foto: Marc Asensio Clupes/ZUMA Press Wire/dpa / DPA
vor 5 Stunden

Pro-palästinensische Friedensaktivisten wollen im nächsten Monat mit einer deutlich größeren Flotte als bei früheren Aktionen in Richtung Gazastreifen aufbrechen. Ein Mitglied des Netzwerks „Global Sumud Flotilla“ teilte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit, dass zunächst neuen größere Schiffe am 29. März aufbrechen würden. 

Dem Netzwerk zufolge werden die Schiffe unter anderem von Häfen in Spanien, Tunesien und Italien aus in See stechen, darunter Barcelona und Tunis. Zugleich sei eine Kolonne auf dem Landweg geplant. In einer Pressemitteilung wird von insgesamt 100 Schiffen und Booten gesprochen, die sich der Flotte anschließen wollen.

Am Mittwochmittag fand in Istanbul eine Pressekonferenz statt, bei der unter anderem die Aktivisten Şuayb Ordu, Sümeyra Akdeniz Ordu und Chloe Ludden anwesend waren.

Die neue Aktion werde die „größte koordinierte humanitäre Intervention für Palästina in der Geschichte“ sein, sagte der brasilianische Aktivist Thiago Avila der AFP. Mit der Initiative wollen die Organisatoren ihm zufolge „Tausende aus mehr als 100 Ländern“ mobilisieren. Nähere Angaben zu dem Ziel der Aktion machte er nicht.

Die „Global Sumud Flotilla“ hatte bereits im vergangenen Jahr eine ähnliche Aktion organisiert. Dutzende Schiffe waren vor dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und der palästinensischen Widerstandsorganisation Hamas in See gestochen.

Im Oktober vergangenen Jahres enterte die israelische Marine die Schiffe mit rund 400 pro-palästinensischen Friedensaktivisten an Bord. Diese wollten nach eigenen Angaben den israelischen Belagerungsring des Gazastreifens zu See durchbrechen und humanitäre Hilfe in das Palästinensergebiet bringen. 

Israels Militär hatte damals wiederholt gedroht, ein Anlegen der Boote im Gazastreifen zu verhindern. Israel schob später Dutzende Aktivisten ab, die zuvor auf internationalen Gewässern verschleppt worden waren – darunter auch deutsche und türkische Staatsbürger sowie die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. 

Seit dem Wahlsieg der Hamas in Gaza im Jahr 2007 riegelt Israel den Gazastreifen entgegen dem Völkerrecht vom Meer aus strikt ab. Die Absperrung der Zugänge nach und aus Gaza wird auch von Ägypten mitgetragen, das im Süden an den Küstenstreifen grenzt. 

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen