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Habeck: Befreiung aus Klammer russischer Energieimporte noch nicht möglich
Die russischen Energieimporte sind vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs ein heiß umstrittenes Thema. Laut Bundeswirtschaftsminister Habeck kann sich Deutschland eines Tages von diesen lösen, „aber noch sind wir da nicht“, erklärte er.
Habeck: Befreiung aus Klammer russischer Energieimporte noch nicht möglich
Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen / DPA

Deutschland kann sich nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rasch von russischen Energieimporten lösen. „Wir werden uns schnell aus der Klammer von russischen Importen befreien, aber noch sind wir da nicht“, sagte der Grünen-Politiker am Mittwochabend im ZDF-„heute journal“. „In Wochen und Monaten kann man es ändern, aber nicht in Stunden.“

Diese Wochen und Monate seien nötig, führte Habeck aus. Es gehe darum, hunderttausende Arbeitslose zu verhindern und Preissprünge, die die Menschen sich nicht mehr leisten könnten. Es gehe darum, Schäden abzuwenden, die Deutschland auf Jahre binden und auch politisch lähmen würden.

„Wir wissen aus der Covid-Pandemie, dass der Ausfall von nur einigen Vorprodukten zu Schädigungen der gesamten Lieferkette führen kann. Und das gilt natürlich auch für Vorprodukte, die aus Erdgas, Kohle oder Öl stammen“, sagte Habeck.

Anders als zum Beispiel die USA, Großbritannien oder andere Teile Europas sei Deutschland durch Pipelines mit Russland verbunden. Diese seien nicht so leicht durch Schiffe zu ersetzen. Allerdings arbeite man ständig daran, das zu tun. „Mit einigem Erfolg.“

Auf eine Frage nach der Rolle von Braunkohle als Ersatz betonte Habeck: „Braunkohle ist nicht die Antwort.“ Sie sei der klimaschädlichste Energieträger, aber nun einmal in Deutschland vorhanden. Sie werde aber allenfalls als Reserve genutzt. Es gehe darum, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.

QUELLE:DPA