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Straftaten gegen Muslime seit drei Jahren erstmals gesunken
Die Zahl der islamfeindlichen Straftaten ist im vergangenen Jahr um 29 Prozent gesunken. Bei den Tätern handelt es sich überwiegend um Rechtsextreme. Zu den erfassten Straftaten zählen etwa Hetze im Internet, Drohbriefe und Angriffe auf der Straße.
Straftaten gegen Muslime seit drei Jahren erstmals gesunken
Symbolbild. Auf dem T-Shirt eines Rechtsextremisten steht „wir klagen nicht, wir kämpfen". / DPA

Die Zahl der Straftaten gegen Muslime und deren Einrichtungen ist einem Zeitungsbericht zufolge erstmals seit drei Jahren wieder gesunken. Die Behörden verzeichneten im vergangenen Jahr bundesweit 662 islamfeindliche Straftaten, 29 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ am Mittwoch aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervorgeht.

Damit sei ein jahrelanger Aufwärtstrend erstmals gebrochen, hieß es. 2018 hatten die Sicherheitsbehörden laut dem Bericht 824 solcher Straftaten gezählt, 2019 dann 884 und ein Jahr darauf 929. Nur im Jahr 2017, als die Behörden zum ersten Mal Daten zu islamfeindlichen Straftaten ausgewertet hatten, seien es mit 950 Taten deutlich mehr gewesen.

Bei den Tätern handelt es sich demnach überwiegend um Rechtsextreme. Zu den erfassten Straftaten zählen den Angaben zufolge etwa Hetze gegen Muslime oder muslimische Geflüchtete im Internet, Drohbriefe und Angriffe auf Musliminnen und Muslime auf der Straße. Auch Sachbeschädigung und Schmierereien gehören dazu. Die abschließenden Zahlen könnten laut der Zeitung noch höher liegen, da in den nächsten Wochen noch Nachmeldungen erwartet werden.

QUELLE:EPD