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Warum der Wahlabend in Niedersachsen lang wird
In Niedersachsen dürfen heute fast vier Mal so viele Menschen wählen wie zuletzt in Sachsen-Anhalt. Bis landesweite Ergebnisse vorliegen, wird es aber eine Weile dauern.
Warum der Wahlabend in Niedersachsen lang wird
Warum der Wahlabend in Niedersachsen lang wird / Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Dimension der Kommunalwahlen in Niedersachsen ist nicht zu unterschätzen. Einige Zahlen belegen das: Rund 6,3 Millionen Menschen sind heute im Nordwesten stimmberechtigt, gewählt werden 2.182 kommunale Vertretungen mit rund 29.500 Sitzen sowie 395 Spitzenbeamte für Landkreise, Städte und Gemeinden.

Entsprechend können die Wahlen ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl als ein Stimmungstest für Niedersachsen gelten; aber auch als ein bundesweiter Gradmesser für die politische Lage in einem westdeutschen Flächenland, während die Landtagswahlen in diesem Monat – Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin – alle auf den geografischen Osten entfallen.

Kein typischer 18-Uhr-Moment

Wer überregionale politische Schlüsse aus den Kommunalwahlen ziehen will, wird sich heute Abend allerdings zunächst in Geduld üben müssen. Denn den typischen 18-Uhr-Moment mit einer landesweiten Prognose, wie man ihn von Landtags- und Bundestagswahlen kennt, gibt es hierbei nicht.

Die Landeswahlleitung rechnet damit, dass erste Ergebnisse der Direktwahlen für Bürgermeister und Co. frühestens ab 19.00 Uhr eintrudeln. Erste Ergebnisse aus den Landkreisen werden ab etwa 22.30 Uhr erwartet. Kurz davor, gegen 22.10 Uhr, will der NDR einen landesweiten Trend von Infratest dimap vorstellen.

Die vorläufigen landesweiten Kreisergebnisse gibt es nach Angaben der Landeswahlleitung voraussichtlich aber erst am Montagmorgen. Bei den Kommunalwahlen 2021 wurden sie um 8.20 Uhr bekanntgemacht.

Demzufolge sind Reaktionen von der Spitze der Landespolitik, etwa von Ministerpräsident und SPD-Landeschef Olaf Lies oder von CDU-Landeschef Sebastian Lechner, für heute Abend nicht fest einzuplanen. Auch eine „Elefantenrunde“ mit Politikern plant der NDR diesmal nicht. Am Montagmorgen (ab 9.00 Uhr) werden Vertreterinnen und Vertreter von SPD, CDU, Grünen, AfD, FDP und Linke dafür in die Landespressekonferenz in Hannover kommen.

QUELLE:DPA