Der türkische Kommunikationsdirektor Burhanettin Duran hat die Erstürmung des Geländes der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem durch den rechtsextremen israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir scharf verurteilt. Ben-Gvir habe gemeinsam mit einer extremistischen Gruppe eine provokative Aktion durchgeführt, schrieb Duran am Donnerstag auf der Plattform X. Jeder Versuch, die Heiligkeit der Al-Aqsa-Moschee zu verletzen, sei inakzeptabel.
Die Maßnahmen der israelischen Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zielten darauf ab, den historischen und rechtlichen Status Jerusalems auszuhöhlen. Dies verschärfe die Spannungen in der Region und untergrabe die Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden, so Duran.
Unter Verweis auf die Haltung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan zum Schutz des historischen Status Jerusalems und der Al-Aqsa-Moschee erklärte Duran, deren Erhalt sei nicht nur eine regionale, sondern auch eine gemeinsame Verantwortung der internationalen Gemeinschaft.
Zudem bekräftigte der Kommunikationschef, dass Türkiye die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes sowie den völkerrechtlichen Status Jerusalems weiterhin verteidigen werde.
Ben-Gvir und hunderte weitere Israelis waren am Donnerstag anlässlich des jüdischen Trauertags Tischa Beaw auf das Gelände der Al-Aqsa-Moschee im besetzten Ost-Jerusalem eingedrungen und hatten damit international Empörung ausgelöst.
Bei der Erstürmung äußerte Ben-Gvir zudem provozierende Worte. „Seht euch an, was hier geschieht: Juden beten und fühlen sich als die rechtmäßigen Eigentümer dieses Ortes“, sagte der Chef der rechtsextremen Regierungspartei Otzma Jehudit (Jüdische Kraft) in einem auf dem Moschee-Komplex aufgenommenen und im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Video.
Der Al-Aqsa-Komplex (Al-Haram al-Scharif) mit dem Felsendom und der Al-Aqsa-Moschee ist – nach der Kaaba in Mekka und der Prophetenmoschee in Medina – die drittheiligste Stätte im Islam. Juden sehen die Stelle zusammen mit der Klagemauer als eine heilige Stätte an, weil an dem Ort früher zwei Tempel standen.
Das Al-Aqsa-Gelände in der Jerusalemer Altstadt steht unter muslimischer Verwaltung, während Israel angeblich für die Sicherheit zuständig ist. Laut einer Vereinbarung mit den muslimischen Behörden dürfen Juden die Anlage besuchen, dort aber nicht beten. Dagegen gibt es jedoch immer wieder Verstöße. Extremistische Juden wollen das Gelände nach eigenen Angaben zurückerobern.























