Die USA haben ihre Sanktionen gegen den Iran weiter verschärft. Das US-Finanzministerium verhängte am Dienstag Strafmaßnahmen gegen alle iranischen Fluggesellschaften, die bisher noch nicht von solchen betroffen waren. Sie richten sich gegen insgesamt 36 iranische Airlines und Unternehmen der Luftfahrtbranche in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Türkiye, Malaysia und Kasachstan.
Mehrere der größten iranischen Fluggesellschaften, darunter Mahan Air, Iran Air und Meraj Air, standen bereits zuvor auf US-Sanktionslisten. Mit der neuen Maßnahme werde nun „der gesamte Luftfahrtsektor des Iran aus dem Markt genommen“, sagte ein Vertreter des US-Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte. Finanzminister Scott Bessent warnte zudem alle Drittländer, weiter Geschäfte mit iranischen Airlines zu machen. Solche Staaten könnten vom internationalen Dollar-Finanzsystem ausgeschlossen werden, drohte er.
Die Sanktionen dürften auch Auswirkungen auf Reisende haben. Ausländische Buchungsplattformen und Zahlungsdienstleister könnten sich aus Sorge vor US-Sanktionen von den betroffenen Airlines zurückziehen und damit den Ticketkauf erschweren. Internationale Fluggesellschaften meiden seit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar Verbindungen in den Iran. Wer nach Teheran reisen will, flog zuletzt mit iranischen Airlines über Istanbul oder Dubai ins Land.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Anfang April wurde eine Waffenruhe vereinbart, die jedoch immer wieder gebrochen wurde. Die Kämpfe gingen auch nach dem Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommen weiter. Beim NATO-Gipfel Anfang Juli erklärte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe schließlich für beendet.
Daraufhin kündigte der US-Präsident im August einen „Wirtschaftskrieg“ gegen den Iran an. Sogenannte Sekundärsanktionen drohen darunter auch Ländern, die weiterhin mit Teheran Geschäfte machen. Zu den größten Handelspartnern des Iran gehören China und Türkiye.























