WIRTSCHAFT
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Europäischer Gaspreis erreicht höchsten Wert seit mehr als drei Jahren
Die Eskalation zwischen den USA und dem Iran erschüttert die Energiemärkte. Öl und Gas verteuern sich deutlich. Im Zentrum steht die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt.
Europäischer Gaspreis erreicht höchsten Wert seit mehr als drei Jahren
Europäischer Gaspreis erreicht höchsten Wert seit mehr als drei Jahren / Foto: DPA

Der europäische Gaspreis ist nach der Wiederaufnahme der gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran auf den höchsten Wert seit mehr als drei Jahren angesprungen. Der als Referenz für die Großhandelspreise für Gas geltende Terminkontrakt TTF an der Energiebörse in den Niederlanden legte am Dienstagabend um 6,2 Prozent auf 74,14 Euro pro Megawattstunde zu. Damit erreichte er den höchsten Stand seit Januar 2023.

Auch die Ölpreise stiegen nach den jüngsten Angriffen in der Golfregion erneut an. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ging um 4,6 Prozent auf 94,65 Dollar (81,65 Euro) nach oben. Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI kostete 90,22 Dollar, ein Plus von 5,2 Prozent. Die Preise erreichten damit ihre höchsten Stände seit Ende Juli.

Die US-Armee hatte zuvor erneut Ziele im Iran angegriffen. Dies folge auf „versuchte Angriffe“ der iranischen Revolutionsgarden „auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und auf in der Region stationierte US-Soldaten“, teilte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom mit. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran, die USA würden den Iran noch „viel härter“ angreifen, sollte dieser auf die jüngsten Angriffe reagieren.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten jedoch kurz darauf, die USA würden die jüngsten Angriffe rund um die Straße von Hormus „bereuen“. Sie kündigten eine „schwere Bestrafung“ an. Kurz darauf führten die iranischen Streitkräfte Medienberichten zufolge Vergeltungsschläge auf US-Stützpunkte in der Region aus.

Seit Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran Ende Februar halten die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder dürfen die Straße zum Teil passieren, wenn sie sich an die Vorgaben aus Teheran halten 

Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von iranischer Seite kontrolliert. Normalerweise erfolgt dort rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. Die Situation in der Meerenge nach Beginn des Iran-Kriegs ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen