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Pistorius in den USA: Vertiefte Zusammenarbeit von Rüstungsfirmen geplant
Verteidigungsminister Pistorius hat mit seinem US-Amtskollegen Hegseth eine Absichtserklärung für eine engere Rüstungszusammenarbeit unterzeichnet. Beim geplanten Tomahawk-Kauf seien aber noch Details zu klären.
Pistorius in den USA: Vertiefte Zusammenarbeit von Rüstungsfirmen geplant
Washington DC, USA, 15.09.2026 / Foto: Mehmet Eser/AA

Die USA und Deutschland wollen die Zusammenarbeit zwischen den Rüstungsherstellern beider Länder vertiefen. Bei einem Besuch in Washington unterzeichnete Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Dienstag eine entsprechende Absichtserklärung gemeinsam mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die Gespräche seien gut verlaufen, sagte Pistorius vor Journalisten. Beim geplanten Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern durch Deutschland müssten aber noch Einzelheiten geklärt werden.

Pirtorius betonte, Deutschland und die USA seien sich hinsichtlich der Sicherheitsbelange in Europa einig. US-Vertreter hätten zudem Anerkennung für Deutschlands verstärkte Bemühungen um eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben und des Truppenbestands gezeigt.

Der Bundesverteidigungsminister sagte zudem, ein Waffenkauf werde Deutschland nicht zu sehr von den USA abhängig machen. Vielmehr werde er dazu beitragen, ein besseres Gleichgewicht zwischen den beiden Verbündeten herzustellen. Es gehe darum, in den Bereichen, in denen man einander brauche, enger zusammenzurücken und deutlich zu machen, dass man voneinander profitieren könne, wenn es um die Steigerung der Kapazitäten der Verteidigungsindustrie gehe.

Bei den Vereinten Nationen geht es um Blauhelm-Einsätze 

Pistorius wird aus Washington zunächst weiter nach New York reisen. Auf dem Programm stehen Gespräche mit UN-Vertretern, darunter Generalsekretär António Guterres. Es geht dabei um die Zukunft von Blauhelm-Einsätzen und auch um das weitere internationale Engagement im Libanon, wo die Bundeswehr bisher am UN-Einsatz UNIFIL beteiligt ist. 

Der seit fast fünf Jahrzehnten laufende Blauhelm-Einsatz soll am 31. Dezember 2026 enden und dann innerhalb eines Jahres abgewickelt werden, wie im vergangenen Jahr alle 15 Mitgliedstaaten des Sicherheitsrats in New York einstimmig beschlossen hatten.

Abschluss in Texas: Deutschland erhält F-35

Im texanischen Fort Worth besucht Pistorius am Freitag den US-Flugzeugbauer Lockheed Martin. Das Unternehmen übergibt dort den ersten von Deutschland bestellten Tarnkappenjet vom Typ F-35 offiziell. Die Flugzeuge sollen die überalterte Tornado-Flotte der Deutschen Luftwaffe ablösen.

Das Verteidigungsministerium hat als Teil des milliardenschweren Modernisierungsprogramms 35 Maschinen bei Lockheed Martin bestellt. Die ersten ausgelieferten Maschinen bleiben zunächst in den USA und werden dort für die Ausbildung der Piloten genutzt.

Die F-35 gehört zu den modernsten Kampfflugzeugen der Welt und wird auch für die sogenannte nukleare Teilhabe Deutschlands gekauft, ein Abschreckungskonzept der NATO, bei dem Verbündete Zugriff auf US-Atombomben haben. Wegen einer speziellen Form und Außenbeschichtung ist die Maschine für gegnerisches Radar nur schwer zu entdecken.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen