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Satellitenbilder zeigen Ölteppich vor iranischer Insel Charg
Die Spannungen im Persischen Golf nehmen weiter zu. Satellitenbilder zeigen nun einen großen Ölteppich nahe des wichtigsten iranischen Ölterminals auf der Insel Charg.
Satellitenbilder zeigen Ölteppich vor iranischer Insel Charg
Dutzende von Quadratkilometern in der Nähe der iranischen Insel Kharg mit wahrscheinlichem Ölaustritt / Foto: Reuters / Reuters

Im Persischen Golf ist vor der iranischen Öl-Insel Charg ein Ölteppich entdeckt worden. Dieser war auf Satellitenbildern zu erkennen, die am Freitag vom Conflict and Environment Observatory (CEOBS) veröffentlicht wurden. Nach Angaben der Organisation mit Sitz in Großbritannien handelt es sich um einen der größten Ölteppiche, die seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar im Golf entdeckt wurden.

Die Ursache der Ölpest sei unbekannt, erklärte CEOBS im Onlinedienst X. Die „New York Times“ berichtete unter Verweis auf Analysen der Satellitenaufnahmen durch das Unternehmen Orbital EOS, dass sich der Ölteppich am Donnerstag auf mehr als 50 Quadratkilometer erstreckte. Dem Bericht zufolge könnte es sich um „mehr als 3000 Barrel Öl“ handeln. CEOBS zufolge treibt der Ölteppich in Richtung Süden.

Die im Norden des Persischen Golfs gelegene Insel Charg ist der wichtigste iranische Ölterminal, über den normalerweise 90 Prozent des Rohöls aus dem Land umgeschlagen werden. Ende März hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, die Insel zu „vernichten“, sollte der Iran die Straße von Hormus nicht wieder für den Schiffsverkehr freigeben.

Infolge der Blockade der Meerenge sitzen derzeit hunderte Handelsschiffe, darunter auch Öltanker, im Golf fest. 

Mit Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran Ende Februar hatten die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder dürfen die Straße passieren. 

Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von iranischer Seite kontrolliert. Normalerweise erfolgt dort rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. Die aktuelle Situation ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen