Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst bricht am Montag zu einer dreitägigen Reise nach Türkiye auf. Anlass sind der 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens, mit dem die Zuwanderung hunderttausender türkischer Arbeitskräfte in die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet wurde, und das 80-jährige Bestehen Nordrhein-Westfalens. Es ist die erste Reise eines nordrhein-westfälischen Regierungschefs nach Türkiye.
Wüst wird nach Angaben aus Regierungskreisen zunächst in die Hauptstadt Ankara fliegen, wo politische Gespräche geplant sind. Am Dienstag geht es weiter nach Istanbul. Dort stehen eine Wirtschaftskonferenz und die Verleihung eines Preises für Toleranz und Versöhnung zwischen den Kulturen an den ehemaligen Kapitän der deutschen Fußball Nationalmannschaft, Ilkay Gündoğan, auf dem Programm.
Ein Drittel aller Menschen mit türkischen Wurzeln in Deutschland leben in Nordrhein-Westfalen. Das jährliche Handelsvolumen des bevölkerungsreichsten Bundeslands mit Türkiye liegt bei zehn bis zwölf Milliarden Euro, rund 20 Prozent des gesamten deutsch-türkischen Handelsvolumens. Mehr als 1.200 türkische Unternehmen sind nach Angaben der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen aktiv. Jeder dritte Flug aus Deutschland nach Türkiye sei im vergangenen Jahr an einem nordrhein-westfälischen Flughafen gestartet.























