Die Weltschifffahrtsorganisation IMO pocht auf eine gebührenfreie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus. Gemäß internationalem Recht müsse die Passage weiterhin zoll- und gebührenfrei bleiben, teilte die UN-Sonderorganisation mit Sitz in London mit. Die IMO betonte, jede Vereinbarung zwischen den Anrainerstaaten der Region müsse die diskriminierungsfreie und ungehinderte Durchfahrtsrecht aller Schiffe sicherstellen.
Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump im Machtkampf um die Straße von Hormus die Wiederaufnahme der Seeblockade angekündigt. Später bestätigte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom), die Blockade ab Dienstagnachmittag US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr deutscher Zeit) wieder aufzunehmen. Zudem will Trump fortan Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen, da die USA die sichere Durchfahrt durch die Meerenge gewährleisten sollen. Details sind bislang offen.
Die iranische Militärführung erklärte, Teheran werde ein Eingreifen der USA in der Meerenge „unter keinen Umständen zulassen“. Und jede Zusammenarbeit der Golfstaaten mit Washington werde als „Kriegshandlung“ betrachtet.
Seit Anfang April galt im völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran eine brüchige Waffenruhe. In jüngster Zeit war es aber wegen des Streits um die freie Durchfahrt durch die für den weltweiten Handel wichtige Straße von Hormus immer wieder zu Kämpfen gekommen. Trump erklärte die Waffenruhe deshalb in der vergangenen Woche für beendet.
Die USA und der Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das binnen 60 Tagen zu einem Friedensabkommen führen sollte. Rund die Hälfte der Zeit ist vorbei, ohne dass sich beide Seiten angenähert haben.























