Dutzende Menschen haben nach der Sonnenfinsternis wegen Augenschmerzen ein Krankenhaus aufgesucht. Unter anderem Kliniken in Berlin und Baden-Württemberg meldeten dies am Donnerstag.
In der Hauptstadt berichteten die Charité und der Klinikbetreiber Vivantes, dass sie insgesamt rund 20 Menschen wegen Augenbeschwerden wie Sehstörungen behandelt haben, nachdem diese die partielle Sonnenfinsternis am 12. August beobachtet hatten.
Auch an die Mannheimer Augenklinik gab es in den Stunden nach dem Himmelsspektakel rund 20 Anfragen, wie Robert Patrick Finger, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Mannheim, mitteilte. Die Betroffenen hätten über Kopfschmerzen geklagt, einigen sei schwindelig gewesen. „Bei all diesen Fällen rechnen wir aber damit, dass das spurlos verschwindet“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Für Netzhautschäden keine Warnsignale
Im Südwesten war das Naturschauspiel am Mittwoch besonders gut zu beobachten, da dort eine der stärksten Bedeckungen der Sonne erreicht wurde. Augenärzte hatten vor der partiellen Sonnenfinsternis davor gewarnt, die „So-Fi“ mit ungenügendem Schutz oder mit gänzlich ungeschützten Augen anzuschauen. Das könne die Netzhaut beschädigen, warnte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Innerhalb von kürzester Zeit könne das Sonnenlicht an dieser lichtempfindlichen Schicht im Auge bleibende Schäden verursachen. Tückisch: Für Netzhautschäden gibt es keine Warnsignale. Bemerkt man Probleme beim Sehen, ist es schon zu spät.
Auch in Stuttgart meldeten sich Menschen. „In unserer Augenklinik haben sich bis heute Mittag rund 20 Patienten vorgestellt, die meinten, sie hätten einen Schaden aufgrund der Sonnenfinsternis“, sagte eine Sprecherin des Klinikums Stuttgart. „Bei keinem Patienten konnte ein Schaden festgestellt werden.“
Beschwerden auch in Freiburg
In Freiburg waren noch in der Nacht acht Menschen wegen Schmerzen in den Augen zur Universitätsklinik gekommen, am Tag danach hätten nochmal eine Handvoll über ein Brennen, Kopfschmerzen oder Flecken beim Sehen geklagt, sagte ein Sprecher. „Das wird in den kommenden Tagen auch so weitergehen, schätzen wir“, sagte er. „Wir konnten bislang aber bei keinem von ihnen eine objektive Verschlechterung beim Sehen feststellen.“
Ein Charité-Sprecher in Berlin teilte mit: „Da Symptome auch mit Verzögerung auftreten können, sind die Notaufnahmen darauf vorbereitet, dass sich in den kommenden Tagen weitere Betroffene vorstellen.“




























