Bei erneuten Angriffen an der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan sind nach afghanischen Angaben mindestens 15 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Die gewaltsamen Zusammenstöße ereigneten sich in der Nacht zum Mittwoch im südafghanischen Bezirk Spin Boldak in der Nähe eines Grenzübergangs zu Pakistan, erklärte der Sprecher der örtlichen Behörden, Ali Mohammad Hakmal. Dabei seien mindestens 15 Zivilisten getötet worden.
Am Wochenende war der Konflikt zwischen den Nachbarländern mit Gefechten an der gemeinsamen Grenze eskaliert.
Das Bezirkskrankenhaus in Spin Boldak bestätigte die Todeszahl und sprach von mehr als 80 Frauen und Kindern, die bei den Angriffen in der Nacht zum Mittwoch verletzt worden seien.
In der afghanischen Hauptstadt Kabul hatten sich am vergangenen Donnerstag mehrere Explosionen ereignet. Eine afghanische Militäreinheit hatte daraufhin von „Luftangriffen“ durch Pakistan gesprochen.
Am Freitag bekannten sich die pakistanischen Taliban (TTP) zu mehreren tödlichen Angriffen in der pakistanischen Unruheprovinz Khyber Pakhtunkhwa im an Afghanistan angrenzenden Nordwesten des Landes. Daraufhin eskalierte der Konflikt am Wochenende mit dutzenden Toten und Verletzten auf beiden Seiten.
Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan im August 2021 hat es wiederholt Scharmützel zwischen Einheiten der beiden Nachbarländer gegeben. Pakistan wirft Afghanistan seit Längerem vor, Milizen Schutz zu gewähren, die Angriffe in Pakistan verüben. Die Taliban-Regierung in Kabul bestreitet dies.






















