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Freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber gestiegen
Immer mehr Flüchtlinge und abgelehnte Asylbewerber kehren freiwillig in ihre Herkunftsländer zurück. Die meisten Ausreisen gab es im ersten Halbjahr nach Syrien.
Freiwillige Ausreisen abgelehnter Asylbewerber gestiegen
11.09.2025, Libanon, Beirut: Eine syrische Familie kommt am Abflugort in Beirut an, wo sie sich auf die Heimreise vorbereitet / dpa

Die Zahl der freiwilligen Ausreisen von Flüchtlingen und abgelehnten Asylsuchenden ist im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Von Januar bis Ende Juni seien 9.276 Menschen im Rahmen von Rückkehrprogrammen des Bundes in ihre Heimatländer zurückgekehrt, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am Montag mit. Dies waren demnach 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum mit 7.348 freiwilligen Ausreisen. Die meisten Menschen kehrten nach Syrien zurück.

Schon 2025 war die geförderte freiwillige Rückkehr von ausreisepflichtigen Ausländern über das humanitäre Rückkehrförderprogramm REAG/GARP deutlich angestiegen, wie die Behörde erklärte. Im gesamten Jahr 2025 hätten die Bundesbehörden 16.578 Menschen bei der geförderten Rückkehr in ihr Herkunftsland oder einen aufnahmebereiten Drittstaat unterstützt. 2024 waren es den Angaben zufolge noch 10.358 Menschen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe über diese Zahlen berichtet. 

Die meisten freiwilligen Ausreisen gab es mit 2.843 Menschen nach Syrien, wie das Bamf auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP weiter mitteilte. Es folgten demnach die Herkunftsländer Türkiye (2.815), Russland (530), Kolumbien (486) und Irak (362).

Laut Ausländerzentralregister waren Ende Juni 2026 insgesamt 258.845 Menschen in Deutschland ausreisepflichtig. Davon waren 199.271 geduldet. 

Mit dem sogenannten REAG-GARP-Programm fördert das Bamf die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Herkunftsländer oder in Drittstaaten. Das Bundesamt übernimmt etwa Flugkosten für die Ausreise und zahlt eine „Starthilfe“ von 1.000 Euro pro Erwachsenem sowie 500 für Kinder und Jugendliche. Seit Januar 2025 bietet das Bamf wieder die geförderte freiwillige Ausreise auch nach Syrien an. Zuvor war das Programm aufgrund des Bürgerkrieges in dem Land ausgesetzt.

Kämpfer unter Führung der Rebellengruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) hatten am 8. Dezember 2024 Damaskus vom Assad-Regime befreit. Assad, der Syrien jahrelang mit eiserner Hand regiert und in einen fast 14 Jahre dauernden Bürgerkrieg gestürzt hatte, floh daraufhin nach Russland. Der neue syrische Präsident Ahmed al-Scharaa  bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 um Reformen und wirtschaftlichen Aufschwung.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen