Zahlreiche Menschen haben in Osnabrück gegen eine mögliche Produktion von Rüstungsgütern im örtlichen VW-Werk protestiert. Bei der Kundgebung am Samstag auf dem Theaterplatz riefen sie Volkswagen dazu auf, Arbeitsplätze durch die Produktion von zivilen Gütern statt von Kriegsgerät zu sichern. Die Protestaktion wurde von der Osnabrücker Friedensinitiative (OFRI) unter dem Motto „Kriege verweigern – Frieden schaffen“ organisiert.
Einige Teilnehmer trugen Palästinenserflaggen und skandierten Parolen für Osnabrück als Friedensstadt. Von der Bundesregierung verlangten sie, abzurüsten und sich für Frieden einzusetzen. Gefordert wurde zudem die Schließung des Luftwaffenstützpunkts Ramstein für die Kriege des US-Militärs und seiner Verbündeten. Die Proteste richteten sich auch gegen den geplanten Ausbau des NATO-Treibstofflagers in Bramsche im Landkreis Osnabrück.
Nach Informationen der britischen Zeitung „Financial Times“ prüft der deutsche Autobauer derzeit eine Kooperation mit dem israelischen Rüstungsunternehmen Rafael Advanced Defense Systems. Demnach könnten in dem VW-Werk in Osnabrück künftig Komponenten wie Transportfahrzeuge und Abschussvorrichtungen für das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ produziert werden. Das offenbar von der Bundesregierung unterstützte Vorhaben soll rund 2.300 Arbeitsplätze sichern. 2027 wird die Fertigung von Pkw in Osnabrück nach bisherigem Stand eingestellt.
VW hatte zuletzt Pläne für eine mögliche Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen bestätigt. Man prüfe, Teile des Werks in Osnabrück für die Produktion von Militärfahrzeugen umzurüsten und stehe dazu mit mehreren Rüstungsfirmen in Kontakt, sagte VW-CEO Oliver Blume beim Kongress der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). „Aktivitäten des Volkswagen-Konzerns würden sich in der Rüstung im militärischen Transport abspielen, weil das unsere Kernkompetenz ist.“






















