Bei den Bemühungen um ein Ende des Konflikts mit Europa rund um die Ukraine hat der russische Staatschef Wladimir Putin Alt-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) als seinen bevorzugten Vermittler genannt. Bei seiner Pressekonferenz anlässlich des Gedenkens zum Ende des Zweiten Weltkriegs antwortete der Kreml-Chef am Samstag auf die Frage, wer sein liebster Kandidat für die Wiederaufnahme eines Dialogs mit Europa sei: „Persönlich bevorzuge ich den früheren Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Schröder.“
Die Europäer könnten aber selbst jemanden auswählen, „zu dem sie Vertrauen haben und der keine unfreundlichen Dinge uns gegenüber gesagt hat“, fügte Putin hinzu. Zugleich versicherte er, dass Russland sich „nie Verhandlungen verschlossen“ habe. „Das waren nicht wir, die das abgelehnt haben, das waren sie“, fügte er mit Blick auf die Europäer hinzu.
Im seit gut vier Jahren währenden militärischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine unterstützt die Europäische Union Kiew. Zu dem Konflikt sagte Putin in seiner Pressekonferenz, dieser „neigt sich dem Ende zu“. Zugleich übte er scharfe Kritik an der Unterstützung westlicher Länder für die Ukraine. „Sie haben damit begonnen, die Konfrontation mit Russland zu verschärfen, die bis heute andauert. Ich denke, es neigt sich dem Ende zu, aber es ist nach wie vor eine ernste Angelegenheit.“
Schröder war nach seinem Ausscheiden aus der Politik lange Jahre für russische Energiekonzerne aktiv, unter anderem als Präsident des Verwaltungsrats der Nord Stream 2 AG, einer Tochtergesellschaft des russischen Energiekonzerns Gazprom. Die Pipeline wurde Ende 2021 fertiggestellt, ging aber wegen des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 nicht in Betrieb. Denn die Bundesregierung unter dem damaligen Kanzler Olaf Scholz (SPD) versagte die Betriebsgenehmigung.
















